Einkreiser, Zweikreiser, Dual-Boiler, Thermoblock...

Was ist das überhaupt? Und was brauche ich eigentlich? - Wir schaffen Überblick

Auf den ersten Blick mag es kompliziert sein – auf dem zweiten Blick lassen sich die meisten Fragen mit zwei Kriterien beantworten:

  1. Soll meine Maschine schnell startklar sein oder kann ich auch etwas warten? - Wenn du nicht lange warten willst, schaue dir unsere Thermoblock-Maschinen an
  2. Trinke ich eher Espresso oder eher viele Milchgetränke? - Wenn du regelmäßig Milch aufschäumst, schaue dir Zweikreiser an, bei überwiegend Espresso, reicht ein Einkreiser

Schauen wir uns die Bereiche etwas näher an:

Boiler oder Thermoblock?

Die Funktionsweise von klassischen Espressomaschinen ist so, dass Wasser (in der Regel bei uns aus einem Tank) in einen Dampfkessel – auch Boiler genannt – gepumpt wird. Dort wird das Wasser erhitzt. Wir brauchen heißes Wasser zum einen an der Brühgruppe – dort soll unser Espresso entstehen. Und wir brauchen heißes Wasser an der Dampflanze – zum Aufschäumen von Milch.

Jetzt zum ersten Unterschied, den ihr vielleicht auch bei der Heißwasserzubereitung zu Hause kennt:

Schaltet ihr eine Maschine mit einem Boiler oder Dampfkessel an, muss zunächst das Wasser im Boiler auf Temperatur gebracht werden. Ihr kennt das vielleicht bei der Heißwasserzubereitung zu Hause – am Waschbecken mit einem „Untertischgerät“ oder auch eurem Wasserkocher. Bis das Wasser wirklich heiß ist, dauert es einige Minuten. Eine Alternative bieten dann Maschinen, die statt eines Dampfkessel einen Thermoblock verwende. Dieser ist vergleichbar mit einem Durchlauflauferhitzer – vereinfacht gesagt, ein langes gewundenes Rohr durch das Wasser fließt und dabei erhitzt wird. Der Vorteil hier ist also, dass ihr nicht lange warten müsst, bis eure Maschine startklar ist.

Es gibt einen weiteren Vorteil: Da im Thermoblock kein stehendes Wasser verbleibt, muss die Maschine wesentlich seltener entkalkt werden. In klassischen Dampfkesseln sind Kalkablagerungen (je nach Härtegrad und Filtrierung des Wassers) häufiger.

Also: Legt ihr Wert auf einen schnellen Start eurer Maschine, solltet ihr euch bei den Thermoblock-Maschinen von Ascaso umschauen.

  

Einkreiser oder Zweikreiser?

Wie wir oben geschrieben haben, brauchen wir an mindestens zwei Stellen heißes Wasser: In der Brühgruppe und an der Dampflanze. Das Problem: Unseren Espresso bereiten wir bei 90-94 Grad zu, für den Dampf brauchen wir Temperaturen von 110-130 Grad. Wie bekommt unsere Espressomaschine das hin?

Fangen wir mit der logischsten – aber auch teuersten Lösung an: Wenn wir statt nur eines Kessels oder eines Thermoblocks einen zweiten in der Maschine verbauen, nennt man das Dual-Boiler oder Duo-Thermoblock. Die Ausgangsfrage ist dabei schnell beantwortet: Hier ist jeweils ein Kessel oder ein Thermoblock für die Brühgruppe und ein zweiter für den Dampf zuständig. Ich kann zwei verschiedene Temperaturen steuern und habe so in meiner Maschine zwei separate Kreisläufe, die mir erlauben unterschiedliche Temperaturen ohne Unterbrechung bei der Zubereitung an zwei Stellen (Brühgruppe und Dampflanze) zu liefern. 

Ich kann also Espresso und Milchschaum gleichzeitig oder auch kurz nacheinander zubereiten. So ein Dualboiler ist sicher eine feien Sache, die auch häufig weitere Einstellmöglichkeiten wie Druckprofile, Temperatursteuerung usw. erlaubt. Der Preissprung ist aber natürlich bei doppeltem Technologieeinsatz auch nicht ohne.

Doch wie sieht es aus, wenn ich nur einen Kessel oder einen Thermoblock habe? Hier ist es so, dass Wasser in EINEM Kessel oder Thermoblock erhitzt wird. Gelangt das Wasser von dort direkt zur Brühgruppe und zur Dampflanze, haben wir das Problem, dass in einem Wasserkreislauf nicht zwei verschiedene Temperaturen herrschen können. Möchte ich also bei einem Einkreiser vom Brühkreislauf zum Dampfkreislauf wechseln, muss die Temperatur angepasst werden. Dies kostet Zeit und ist immer dann schnell lästig, wenn ihr regelmäßig Milch aufschäumen wollt. Einkreiser sind also in der Regel vor allem für Espresso-Liebhaber*innen geeignet die nur gelegentlich Milchschaum zubereiten – und dabei dann etwas Wartezeit tolerieren können.

Um den Vorteil, den Dualboiler mit Blick auf die gleichzeitige Zubereitung von Espresso und Milchschaum besitzen, auch bei Single-Boilern zu nutzen, heißt das Stichwort Zweikreiser. Hier wird im großen Kessel das Wasser für den Dampfkreislauf erhitzt. Gleichzeitig fließt Wasser (ähnlich wie bei einem Durchlauferhitzer) in einem zweiten Kreislauf durch den Dampfkessel und wärmt sich dabei auf die richtige (niedrigere) Temperatur für den Espressobezug auf. Dieser Kreislauf wird also „passiv“ durch den Dampfkreislauf beheizt. 

Ich habe dabei auch hier wie beim Dualboiler keine Wartezeiten zwischen Brühwasser und Dampfwasser, kann unterschiedliche Temperaturen abrufen und spare dennoch die Investition in einem zweiten Boiler. Beachten solltest du hierbei, dass die passive Erwärmung des Brühwassers auf einen gewissen Durchfluss ausgerichtet ist. Steht das Wasser im Brühkreislauf längere Zeit still, wird es für den Espresso zu heiß. Hier solltest du also vor dem eigentlich Espressobezug erst etwas Wasser ablassen und den Kreislauf so wieder in Bewegung bringen – oder du schaust dich nach einer Maschine mit PID-Steuerung (Steuerung der Brühtemperatur) um. Das haben wir hier etwas weiter unten erklärt.

Also:

  • Trinkst du ganz überwiegend Espresso, reicht dir ein Einkreiser.
  • Trinkst du regelmäßig Milchgetränke sollte es ein Zweikreiser sein.
  • Ob es ein Dual-Boiler / Duo-Thermoblock sein sollte, solltest du von deinem „Professionalisierungsgrad“ abhängig machen.

 

Einstellmöglichkeiten, Anzeigen und mehr?

Wenn du unseren kleinen Ratgeber bis hier gelesen hast, kannst du deine Wunschmaschine wahrscheinlich schon gut eingrenzen. Du weißt, ob für dich Boiler oder Thermoblock passen, ob du mit einem Ein- oder Zweikreiser glücklich wirst und hast auch entschieden, ob es ein Dualboiler sein sollte oder ein einzelner  Boiler oder Thermoblock ausreicht.

Jetzt gibt es natürlich noch mehr Möglichkeiten bei denen wir vor allem die PID-Steuerung erklären wollen. Mit der PID-Steuerung kannst du Einfluss auf die Temperatur des Brühwassers nehmen. Eine PID-Steuerung ermöglicht über die Messung verschiedener Temperaturen und deren Abweichungen im Verlauf, die Temperatur des Brühwassers konstant zu halten

Wann eine PID-Steuerung wirklich sinnvoll ist, wird in manchen Kreisen fast zur Glaubensfrage. Unsere Positionierung: Wir finden die Möglichkeit, über einfache Temperatureinstellungen Einfluss auf den Geschmack des Espressos zu nehmen toll – insbesondere wenn ihr gerne auch unterschiedliche Röstungen versucht, die verschiedene Empfehlungen zur Brühtemperatur haben. Auch kann eine PID-Steuerung den beschriebenen Nachteil bei längere Standzeit von Single-Boiler Maschinen lösen. In unserem Angebot findet ihre Zahlreiche Maschinen mit PID-Steuerung. Vergleicht am besten mal ein Modell mit und ohne PID-Steuerung. 

 
 
 
 
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